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EA Games passt sich den belgischen Glücksspielregeln an

Autor Walter Tilman

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Justizminister Koen Geens zeigte sich erfreut, dass auch der Videospiel-Verleger EA Games beschlossen hat, die kostenpflichtigen Lootboxen aus FIFA zu entfernen und sich an die belgische Glücksspielgesetzgebung anzupassen. Zuvor hatten internationale Verleger wie Activision-Blizzard, Valve und 2K dasselbe getan, nachdem die Glücksspielkommission das Dossier 2018 an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet hatte.

EA Games past zich aan Belgische kansspelregels aan

Auf Anfrage des Ministers untersuchte die Glücksspielkommission damals mehrere beliebte Videospiele, darunter FIFA. Im Bericht vom April 2018 wurde entschieden, dass kostenpflichtige Lootboxen unter die gesetzliche Definition von Glücksspielen fallen. Laut der Kommission verstoßen derartige Systeme also gegen die belgischen Regeln für Glücksspiele und Wetten.

Die Glücksspielkommission verwendet vier Kriterien, um ein Glücksspiel zu definieren: Es muss ein Spielelement geben, einen Einsatz, der zu Gewinn oder Verlust führen kann, und Zufall muss eine Rolle im Ergebnis spielen. Sowohl in FIFA als auch in Titeln wie Overwatch und Counter Strike: Global Offensive wurde festgestellt, dass Lootboxen diesen Bedingungen entsprechen.

Kurz nach dieser Untersuchung erzielten Activision-Blizzard, Valve und 2K bereits eine Einigung mit den belgischen Behörden. Mit der jüngsten Entscheidung von EA Games bestätigt auch einer der größten Verleger seine Bereitschaft, sich der nationalen Gesetzgebung zu unterwerfen. Dies wird als wichtiger Schritt zum Schutz junger und verletzlicher Spieler vor unsichtbaren Glücksspiel-Elementen innerhalb von Videospielen angesehen.

Minister Koen Geens betonte erneut die Bedeutung dieser Maßnahmen: Die Vermischung von Glücksspielen und Gaming kann schädlich sein, insbesondere für Jugendliche. Deshalb müssen Kinder und Erwachsene vor Glücksspiel-Elementen geschützt werden, die sie in einer Freizeitumgebung unerwartet beeinflussen könnten.

Die Entscheidung von EA Games markiert einen Wendepunkt in der internationalen Spieleindustrie. Belgien zeigt damit, dass klare Regulierung effektiv sein kann und weltweit Nachahmung finden kann. Für den belgischen Glücksspielmarkt bedeutet dies nicht nur einen besseren Schutz für die Spieler, sondern auch einen Präzedenzfall, der die Trennungslinie zwischen Spielen und Glücksspiel schärfer abzeichnet.

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